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Wie Ihr Kind mit Neurodermitis gut durch den Sommer kommt

4. August, 2015

Wer an den Sommer denkt, denkt an Sonne, Strand und Zitroneneis. Drei Dinge, die Sie wahrscheinlich nicht glücklich machen, wenn Sie ein Kind mit Neurodermitis haben. Hohe Temperaturen lassen Ihr Kind schwitzen, was der angegriffenen Haut nicht gut tut. Häufiges Baden trocknet die Haut zusätzlich aus und es ist nicht leicht, einen verträglichen UV-Schutz zu finden. Die typische sommerliche Ernährung enthält Stoffe und Aromen, die viele Neurodermitis-Patienten nicht vertragen. Was können Sie also tun, um die Haut Ihres Kindes optimal zu schützen und zu pflegen? Wir haben einige Tipps für Sie, wie der Sommer auch für Ihre Familie eine schöne Jahreszeit wird.

Kind mit Neurodermitis am StrandMit Neurodermitis an Strand und Pool

Ein Urlaub am Meer ist eine gute Idee, wenn Sie ein Kind mit Neurodermitis haben. Das salzhaltige Klima und das Salzwasser im Meer beeinflussen die Haut positiv. Aber am Strand spielen Kinder viel im Sand und die kleinen Körner kleben an entzündeten Hautstellen, wo sie eine zusätzliche Reizung hervorrufen. Spülen Sie Ihr Kind regelmäßig ab, vor allem abends vor dem Schlafengehen. Trocknen Sie es anschließend sorgfältig, aber vorsichtig ab und cremen Sie abends die Haut Ihres Kindes großzügig mit der Basispflege ein. Dünne lange Kleidung aus Baumwolle oder UV-Schutz-Kleidung schützt die empfindliche Haut tagsübeebenfalls vor Kontakt mit Sand an den falschen Stellen. Eine gründliche Dusche ist auch nach dem Baden im Pool nötig. Das im Wasser enthaltene Chlor trocknet sonst die Haut aus. Ist die Neurodermitis Ihres Kindes sehr ausgeprägt, sollte es lieber auf das Schwimmen in einem Swimmingpool verzichten.

Sinnvoller Sonnenschutz bei einem Kind mit Neurodermitis

Neurodermitis im SommerBei Aufenthalten im Freien ist ein adäquater Sonnenschutz im Sommer für jedes Kind wichtig. Für ein Kind mit Neurodermitis empfiehlt der Aachener Kinderarzt und Allergologe Dr. med. Claus Pfannenstiel Sonnenschutzpräparate, die auf einer Milch- oder Öl-in-Wasser-Emulsion basieren, um die grundlegende Hauttrockenheit auszugleichen. Physikalische Sonnenschutzfilter mit Mikropigmenten wirken sofort nach dem Auftragen, ziehen nicht in die Haut ein und minimieren so das Allergierisiko. Ein Lichtschutzfaktor von 25 ist in der Regel ausreichend. Höhere Faktoren werden meist durch chemische Filter erzeugt, stellen ein Allergierisiko dar und schützen die Haut Ihres Kindes nur unwesentlich länger. Achten Sie auf wasserfeste Emulsionen ohne Duft- und Konservierungsstoffe, tragen Sie den Sonnenschutz aber trotzdem nach dem Baden erneut großzügig auf. Lassen Sie Flaschen und Tuben mit Sonnenschutzmitteln nicht in der Sonne liegen. Kinder sind aufgrund ihrer unreifen Hautbarriere wesentlich empfindlicher gegenüber UV-Strahlung als Erwachsene. Eine sinnvolle Ergänzung des Eincremens ist ggf. das Tragen von spezieller UV-Schutzkleidung und der Aufenthalt im Schatten.

Was der Haut Ihres Kindes während einer Hitzewelle gut tut

Eine Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad Celsius kommt in Deutschland mittlerweile jeden Sommer vor. Ein Kind mit Neurodermitis leidet sehr unter diesen klimatischen Bedingungen. Ihre natürliche Temperaturregulation funktioniert nur bedingt und Schwitzen tut der entzündeten Haut nicht gut, bzw. führt rasch zum Auftreten neuer Ekzeme. Ist Ihr Kind alt genug, lassen Sie es seine Kleidung selbst wählen. Kinder wissen, was sie am besten vertragen. Oft sind dünne lange Hosen und T-Shirts angenehmer auf der Haut, als kurze Kleidung. Sorgen Sie für ein angenehmes Schlafklima, wenn möglich, und decken Sie Ihr Kind mit einem dünnen Baumwolltuch zu. Kühlakkus, in Tücher eingewickelt, kann Ihr Kind auf entzündete Hautstellen legen. Vermeiden Sie Zitrusfrüchte in der sommerlichen Ernährung, da sie einen Schub der Neurodermitis auslösen können. Achten Sie besonders auf Eis und andere Süßigkeiten, die in der „Sommer-Edition“ gerne viel Zitrone oder Orange enthalten.

Noch mehr Informationen zum Sonnenschutz finden Sie bei der Deutschen Allergie- und Hauthilfe


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