allergo natur
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Was passiert, wenn ein Milbenallergen in den Körper gelangt?

15. Februar, 2016

Sie kennen das: die Haut juckt, die Augen tränen, die Nase läuft und die Lunge kribbelt bis Sie husten müssen. Das sind mögliche Symptome einer Hausstaubmilbenallergie, die nach dem Kontakt mit dem Milbenallergen auftreten können. Aber was passiert eigentlich innerlich, wenn ein Milbenallergen eindringt? Was genau läuft im Körper ab, das Ihnen äußerlich das Leben schwerer und Sie zum Allergiker macht? Und was können Sie tun, um die allergische Reaktion zu verhindern?

 

Die Sensibilisierung auf das Milbenallergen

Um allergisch auf einen Stoff zu reagieren, bedarf es des häufigeren Kontakts mit dem entsprechenden Allergieauslöser. Dieser wird auch als Allergen bezeichnet. Im Fall des Hausstaubmilbenallergikers ist das der Kot, den die Milbe absetzt. Da Milben in millionenfacher Zahl in unseren Betten leben, passiert der Kontakt mit dem Milbenallergen quasi im Schlaf. Dabei stellt der Milbenkot selbst eigentlich keine Gefahr für den Organismus dar, wird aber vom Immunsystem als solche angesehen. Das Milbenallergen löst im Körper die Bildung von spezifischen Antikörpern aus, sogenannte Immunglobulin-E-Antikörper (IgE). Diese sind sensibel auf die Milbenallergene und befinden sich an den Mastzellen unseres Immunsystems. Dieser Vorgang alleine macht aber noch keinen Menschen zum Allergiker. In einigen Fällen passiert über Jahre nichts weiter, außer der Sensibilisierung.

Die Allergische Reaktion nach Kontakt mit dem Milbenallergen

Beim Zweitkontakt oder auch erst Monate oder viele Jahre später, kann es bei erneutem Kontakt mit dem Milbenallergen zu einer allergischen Reaktion kommen. Dabei binden die Mastzellen das Milbenallergen und Histamin sowie Serotonin werden ausgeschüttet. (siehe Abbildung)

Allergische Reaktion durch Milbenallergen

Typische Symptome wie Ausschlag, Husten, tränende Augen oder eine verstopfte Nase sind die Folge, weil die Haut und Schleimhäute der Augen, Nase und Lunge am häufigsten von allergischen Reaktionen betroffen sind. Da bei einer Hausstaubmilbenallergie die Symptome nur bei Kontakt mit dem Milbenallergen auftreten und diese vor allem im Bett vorkommen, haben die meisten Betroffenen die stärksten Beschwerden in der Nacht und am Morgen.

Nicht jeder Körper reagiert gleich auf ein Milbenallergen

Wie bereits erwähnt, kann es nach der Sensibilisierung auf das Milbenallergen unterschiedlich lange bis zum Ausbruch der Hausstaubmilbenallergie dauern. Das liegt daran, dass der Schwellwert eines jeden Immunsystems unterschiedlich hoch ist. Es gibt sogar Patienten, bei denen eine Sensibilität festgestellt wird, die Hausstaubmilbenallergie aber ein Leben lang nicht ausbricht, das heißt keine Symptome zeigt. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit an einer Hausstaubmilbenallergie zu erkranken, höher, wenn bereits Eltern oder Geschwister betroffen sind. Vorbeugend scheint sich dagegen das Aufwachsen in ländlicher Umgebung auszuwirken. Auch der frühe Kontakt mit anderen Kindern, z.B. in der Kinderkrippe, „trainiert“ das Immunsystem.

Mit einem Allergietest auf Nummer sicher

Wenn Sie unter erkältungsähnlichen Symptomen leiden, die Sie vor allem nachts und am Morgen stärker belasten, könnte eine Hausstaubmilbenallergie dahinter stecken. Dann sollten Sie sich in jedem Fall testen lassen. Ihr Arzt kann eine Allergie zum Beispiel über einen Pricktest feststellen. Wenn das Ergebnis positiv ist, wird Ihr Arzt die entsprechenden Maßnahmen zur Behandlung einleiten. Eine Hausstaubmilbenallergie sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie nicht nur die Lebensqualität spürbar einschränkt, sondern unbehandelt sogar zu Asthma führen kann.

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Allergenkarenz – Die allergische Reaktion verhindern

man with strong body defenceDie wichtigste Maßnahme bei einer Hausstaubmilbenallergie ist die Allergenkarenz. Vermeiden oder reduzieren Sie soweit wie möglich den Kontakt mit dem Milbenallergen. Die erste Karenzmaßnahme ist einfach und ohne großen Aufwand durchzuführen. Da die Hauptallergenkonzentration im Bett zu finden ist, schaffen Encasings (allergendichte Zwischenbezüge) für Matratze, Decke und Kissen, eine schützende Barriere und sind somit beste Lösung, um den Kontakt mit dem Milbenallergen zu vermeiden. Auf diese Weise verhindern Sie die allergische Reaktion und sind trotz einer Hausstaubmilbenallergie weitgehend beschwerdefrei. In der Regel sind keine Medikamente notwendig.

Weitere Tipps und Infos zur Allergenreduktion im Alltag finden Sie hier.


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