allergo natur
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Sonnenschutz bei Neurodermitis

18. Juli, 2014

Ob Sommer- oder Winterzeit – entscheidend für die Wahl der geeigneten Pflegepräparate ist zu allererst die symptomatische Ausprägung der Neurodermitis. Ist die betroffene Haut sehr trocken, gerötet und stark schuppig, wird hier ein fetthaltiges Produkt auch in den heißen Sommermonaten besser vertragen. Dennoch ist Sommerpflege nicht gleich Winterpflege.

Heliotherapie – gezielte Sonnendosierung für therapeutische Wirkung bei Neurodermitis

Wohl dosierter Sonnengenuss schafft durchaus Abhilfe bei signifikanten Neurodermitis-Symptomen. So lassen UVA-Strahlen mit ihrer antibakteriellen Wirkung externe Entzündlichkeiten schneller abheilen, reduzieren den quälenden Juckreiz und stärken das geschwächte Immunsystem. Viele Neurodermitiker erleben die wärmenden Sonnenstrahlen als wohltuend und heilend auf ihrer stressgeplagten Haut. Allerdings bergen sommerliche Temperaturen, ausgedehnter Badespaß und dynamische Sportaktivitäten zusätzliche Reizfaktoren für hypersensible Neurodermitiker. Patienten, die eine Behandlung mit einem Immunsupressivum durchführen, sollten auf Sonnenbäder ganz verzichten. Warum? Präparate, die das hyperaktive Immunsystem herabsenken sollen, wirken bei intensiver Sonnenbestrahlung und Erhitzung kontraproduktiv. Vorsicht ist grundsätzlich bei der Einnahme von Medikamenten geboten. Manche Inhaltsstoffe weisen photosensibilisierende Wirkungen auf – die Lichtempfindlichkeit wird hier unerwünscht verstärkt und allergische Reaktionen können ausgelöst werden.

Auf den richtigen Sonnenschutz kommt es an

Frau cremt sich mit Sonnenschutzcreme am Strand einMit dem richtigen und äußerst hohen Sonnenschutz in Form von DMS-Cremes (Derma Membran Struktur), leichten, wässrigen Lotionen und Emulsionen können Neurodermitiker ohne große Einschränkungen die (indirekte) Sonne genießen. Feuchthaltestoffe, u. a. Urea, lindern den Juckreiz, essentielle Fettsäuren wie Linolsäure und Stearinsäure bauen den empfindlich gestörten Säureschutzmantel der Haut auf. Ingredienzien wie Triglyceride, Squalan, Phytosterine und Ceramide sind erprobte Wirkstoffklassiker bei Defekten der Hornhautbarriere. Zudem sollte auf Silikone, Duftöle und Farbstoffe in Sonnenkosmetika komplett verzichtet werden.

Fett oder Feuchtigkeit bei Neurodermitis?

Ob nun eher fetthaltige Cremes auf Wollwachsbasis mit Milchsäure, Nachtkerzen- oder Olivenöl oder feuchtigkeitsspendende Urea-Emulsionen – die Einschätzungen von Neurodermitikern in Punkto Produktverträglichkeit klaffen weit auseinander. Fakt ist, eine Universalsonnenpflege gibt es nicht. So individuell wie die jeweiligen Neurodermitissymptome, so individuell ist auch der Bedarf an geeigneten Sonnenkosmetikprodukten.

 


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