allergo natur
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Wie wirkt sich Rauchen auf Allergien aus?

17. November, 2014

Rauchen ist nicht gesund. Das ist allgemein bekannt. Wie sieht es aber mit dem Zusammenhang zwischen Rauchen und allergischen Erkrankungen aus? Mediziner untersuchen diese Fragestellung noch, haben aber bereits eindeutige Ergebnisse gefunden. Allergien sind auf dem Vormarsch und sowohl das aktive als auch das passive Rauchen unterstützt diese Entwicklung. Bestehende Allergien, insbesondere Formen mit Beteiligung der Atemwege wie Asthma, steigern unter dem schädlichen Einfluss von Nikotin und anderen Zusatzstoffen in Zigaretten ihre Ausprägung. Selbst die Haut kann betroffen sein. Allergiker sollten ein besonderes Augenmerk auf ihren Umgang mit Nikotin haben und gegebenenfalls medizinische Hilfe zum Ausstieg aus der Sucht in Anspruch nehmen.

Rauchen als auslösender Faktor von allergischen Erkrankungen

Woman with asthmaEine Studie aus den USA (Kalifornien) aus dem Jahr 2005 (Maternal and grandmaternal smoking patterns are associated with early childhood asthma. Li YF, Langholz B, Salam MT, Gilliland FD.) legt nahe, dass Kinder, deren Mütter und Großmütter während der Schwangerschaft aktiv rauchten, ein höheres Risiko haben an Asthma zu erkranken, als die Kinder von Nichtraucherinnen. Ebenso leiden vermehrt Patienten an allergischem Asthma bronchiale, die in der frühen Kindheit passivem Nikotinkonsum ausgesetzt waren. Eine Schädigung des Immunsystems auf genetischer Basis durch Zigarettenrauch wird als Auslöser der Allergien vermutet.

Allergiker und der Konsum von Nikotin

Rauchen gefährdet die SchönheitMenschen, die bereits an einer Allergie erkrankt sind, verschlechtern ihre Lebensqualität durch Rauchen erheblich. Der Etagenwechsel eines Heuschnupfens zu einem Asthma bronchiale ist bei Rauchern wahrscheinlicher als bei Nichtrauchern. Mediziner der Universität Glasgow beobachteten, dass der Konsum von Nikotin die Wirkung von Kortison bei Asthmatikern deutlich herabsetzen kann. Nicht nur Nikotin ist gefährlich. Zigaretten enthalten Parfumstoffe wie zum Beispiel Perubalsam oder Tolubalsam. Diese Substanzen lösen potenziell Kontaktallergien aus. Besonders Ekzeme der Hand können auftreten. Bereits vorliegende Erkrankungen werden verstärkt und die medikamentöse Therapie wird beeinträchtigt.

Wie Raucher aus dem Teufelskreis ausbrechen können

Don't smokeRauchern stehen viele unterschiedliche Wege zur Verfügung, um zu einem gesünderen Lebensstil zu finden. Medikamentöse Hilfe ist ein Weg, Nikotinpflaster, Akupunktur und Verhaltenstherapie sind weitere Möglichkeiten. Auch Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training können den Raucher in der Entwöhnungszeit positiv unterstützen. Oft ist der Wunsch, mit dem Rauchen aufhören zu wollen, vorhanden, die Abhängigkeit vom Nikotin und die tägliche Gewohnheit sind jedoch meist größer, so dass viele Versuche scheitern, was für die Betroffenen sehr frustrierend ist. Informationen und Unterstützung durch entsprechende Begleitung und der Austausch mit anderen Betroffenen können den Raucher motivieren und ihm das Gefühl geben, nicht allein zu sein. Die Tatsache, dass sich schon acht Stunden nach der letzten Zigarette die Sauerstoffsättigung im Blut deutlich verbessert und bereits nach 24 Stunden das Risiko für einen Herzinfarkt sinkt, sollte zusätzlich motivierend sein. Auf lange Sicht gesehen sinkt zehn Jahre nach Beendigung des Rauchens sogar das Risiko, an einem Lungenkarzinom zu erkranken.

 


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