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Pollen können Neurodermitis auslösen – Schützen Sie Ihre Haut!

20. März, 2015

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings lassen viele Menschen nach der dunklen und kälteren Jahreszeit wieder aufatmen und regelrecht aufleben. So wie der Frühling für die einen die schönste Zeit des Jahres einläutet, ist es für die anderen der Beginn des alljährlichen Schniefens, Hustens und Juckens. Denn wenn Bäume, Sträucher und Gräser blühen, beginnt besonders für Asthmatiker und Heuschnupfen-Allergiker eine Leidenszeit, da sie auf deren Pollen allergisch reagieren. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) rät jedoch auch Menschen mit Neurodermitis bei Pollenflug aufzupassen und sich zu schützen. Warum?

Pollen dringen durch die Neurodermitis-Haut ein

Laut Aussage der DHA reagieren ca. 70-80% der Neurodermitis-Patienten auch auf Allergene, wie Pollen, d.h. sie leiden unter einer allergischen Neurodermitis. Bei einer allergischen Neurodermitis gelten Pollen als sogenannter Triggerfaktor und können einen Ekzem-Schub auslösen. Das liegt daran, dass Pollen nicht nur über die Atemwege in den Körper gelangen, sondern auch durch die Haut. Da Menschen mit Neurodermitis ohnehin eine sehr durchlässige Hautbarriere haben, haben Pollen hier leichtes Spiel, durch die Haut einzudringen und dort eine allergische Reaktion zu verursachen. (siehe Abbildung)

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Schutzfunktion der Neurodermitis-Haut ist gestört

Die Neurodermitis-Haut weist genetisch bedingt einen Mangel an Hautfetten, vor allem Ceramiden, aber auch Filaggrin auf. Filaggrin ist ein Eiweiß, das mit dafür sorgt, dass der Schutzmantel der Hornschicht aufrechterhalten wird. Des Weiteren ist die Haut von Neurodermitis-Patienten nicht in der Lage, Feuchtigkeit ausreichend zu speichern. Die typisch raue, trockene und schuppende Hautoberfläche kann ihre Schutzfunktion gegenüber den Pollen nicht mehr gewährleisten – die natürliche Barrierefunktion der Haut ist gestört. Für Neurodermitis-Patienten ist es deshalb hilfreich, ihre Haut in der Pollensaison gut zu wappnen.

Schutz vor Pollen Eincremen zum Schutz gegen Pollen

Regelmäßiges Eincremen mit einer speziellen Pflegecreme unterstützt den Aufbau der Hautbarriere und macht die Haut widerstandfähiger gegen das Eindringen von Pollen. Die Pflegecreme sollte speziell für Menschen mit Neurodermitis und Allergien geeignet sein, d.h. keine Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe sowie Parabene enthalten. Während der Pollen-Saison ist es empfehlenswert, den ganzen Körper jeweils morgens und abends einzucremen, um die Abwehrfunktion der Haut zu stärken und neuen Ekzem-Schüben vorzubeugen.

Kontakt mit Pollen reduzieren

Weiterhin sollten Menschen mit allergischer Neurodermitis darauf achten, nach einem Aufenthalt im Freien ihre Kleidung nicht im Schlafzimmer auszuziehen und liegen zu lassen. Ein Pollengitter am Fenster schützt beim Lüften vor dem Eindringen von Pollen. Außerdem ist es hilfreich, die Haare am Abend zu waschen, um sie von Pollen zu befreien. Weitere Informationen und Tipps zum richtigen Umgang mit Neurodermitis finden Sie bei der Deutschen Haut- und Allergiehilfe

Allergo Natur wünscht allen Lesern einen möglichst beschwerdefreien Frühling!

 


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