allergo natur
allergo natur

Photoallergische Reaktionen – Wenn Sonnenbaden zum Problem wird

21. August, 2014

Photoallergische Reaktionen, auch Sonnenallergie genannt, bezeichnen Hautveränderungen, welche durch die Reaktionen von Substanzen in und auf dem Körper des Betroffenen mit dem UV – Licht der Sonneneinstrahlung ausgelöst werden. Wichtig für eine hinreichende Behandlung ist die Differenzierung der Ursache und Art der photoallergischen Reaktion, um medizinische Maßnahmen wirksam einsetzen zu können. Gerade im Sommer müssen Betroffene besondere Vorsorge gegen die Lichtempfindlichkeit ihrer Haut treffen, um unangenehme Rötungen oder Schuppungen der Haut verbunden mit starkem Juckreiz zu vermeiden.

Abgrenzung photoallergischer Reaktionen zu ähnlichen Hautkrankheiten

Bei photoallergischen Reaktionen ist die Sonneneinstrahlung nicht direkter Auslöser der Hauterkrankung. Vielmehr bilden nichtallergene Substanzen, welche dem Körper äußerlich oder innerlich zugeführt werden, bei Sonneneinstrahlung Anitgene, auf welche das Individuum mit der allergischen Reaktion antwortet. Zu den phototoxischen Reaktionen gehören beispielsweise Sonnenbrände, welche direkt durch die Sonneneinstrahlung auf dem betroffenen Hautareal auftreten, wohingegen sich photoallergische Reaktionen am gesamten Körper zeigen.
Die Sonnenallergie unterscheidet sich gegenüber anderen Hautkrankheiten dadurch, dass ihre Symptome infolge der Sonneneinstrahlung auf die Haut entstehen. Zwar ähneln ihre Symptome der Kontaktdermitis, jedoch besteht bei dieser kein Ursachenzusammenhang mit UV – Strahlung.

Arten und Ursachen der Sonnenallergie

Bei Sonnenallergien wird je nach primärer Ursache der nichtallergenen Substanz, welche mit der Sonneneinstrahlung reagiert zwischen der durch den Hautkontakt mit Substanzen ausgelösten photoallergischen Kontaktdermatitis und der medikamentös bedingten photoallergsichen Arzneimittelreaktion unterschieden. Bei Ersteren verbinden sich die Stoffe mit den körpereigenen Eiweißen zu den allergischen Reaktionen auslösenden Antigenen. Bei der zweiten Form gelangen die Arzneimittelsubstanzen durch den körpereigenen Stoffwechsel in die Haut und bilden dort unter Sonneneinstrahlung Antigene.

Symptome und Diagnose

AllgemeinmedizinDie Symptome der photoallergischen Reaktionen zeigen sich durch Hautveränderungen. Diese treten in der Regel erst ungefähr 24 Stunden nach dem Kontakt mit der Sonneneinstrahlung auf und verbreiten sich von den anfänglich bestrahlten Hautgebieten auf den ganzen Körper. Anzeichen sind ein stark gerötetes Hautbild, Schuppungen, Bläschenbildung sowie ein starker Juckreiz.
Eine zuverlässige Diagnose des Vorliegens einer Sonnenallergie erfolgt durch einen Hautarzt mittels eines Epikutantests, bei welchem auslösende Substanzen in Form von zwei Pflastern auf die Haut aufgebracht werden und nur eines davon direkt mit UV – Licht bestrahlt wird.

Medizinische Behandlung und Möglichkeiten zur eigenen Vorsorge

Medizinische Maßnahmen bei photoallergischen Reaktionen der Haut empfehlen die Einnahme von Kortison zur Symptomlinderung und einer Kombinationsbehandlung mittels Medikamenteneinnahme und Bestrahlung der Haut.
Eigene Vorsorgemöglichkeiten bieten Sonnenschutzmittel mit einem für den jeweiligen Hauttyp hinreichenden Lichtschutzfaktor, Sonnenschutz durch geeignete Kleidung sowie die bewusste Vermeidung von zu starken Sonnenbädern oder der auslösenden Substanzen. Diese können ärztlich festgestellt werden. Da die Substanzen oftmals auch in Sonnencremes zu finden sind, sollten beim Sonnenbad verträgliche Mittel gewählt werden.


Hinterlassen Sie uns ein Kommentar


Zurück zur Übersicht »