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Neurodermitis in Schwangerschaft und Stillzeit

26. August, 2014

Neurodermitis zählt zu den weit verbreitesten Hauterkrankungen. Bekannt ist sie durch verschiedene Begriffe. Mediziner sprechen aber immer von einem „atopischem oder endogenem Ekzem“. Dies beruht auf der Tatsache, dass die Ursache der Neurodermitis in einer genetisch bedingten Überempfindlichkeit auf Allergene zu finden ist. Die sichtbaren Hautveränderungen stellen für viele Patienten schon eine große Belastung dar. Erst recht beeinträchtigt die Krankheit Frauen in der Schwangerschaft. Es kann sogar zu einer außerordentlichen seelischen Belastung kommen.

Wie wird Neurodermitis auf die Kinder übertragen?

Prädestiniert für die Erkrankung sind die Kinder von Atopikern immer. Jedoch können die Eltern bereits während der Schwangerschaft und in den ersten Monaten danach für die Gesundheit ihres Kindes vorsorgen. Durch wissenschaftliche Studien wurde erwiesen, dass eine genetische Veranlagung der Krankheit Neurodermitis zugrunde liegt. Dabei ist das Auftreten der Erkrankung abhängig von der Erkrankung der Familienmitglieder ersten Grades. Dabei gilt: Je mehr Familienmitglieder des ersten Grades erkrankt sind, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit für das Kind zu erkranken. So können Eltern davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung eines Kindes bei 30 Prozent liegt, sobald bereits ein Kind an Neurodermitis erkrankt ist.
Haben beide Eltern eine atopische Erkrankung, so steigt das Risiko auf rund 60 Prozent. Sind die Typen der atopischen Erkrankung beider Elternteile identisch, kann sogar mit einer Erkrankung in 80 von 100 Fallen gerechnet werden.

Vorkehrungen während der Schwangerschaft

beim StillenBereits in den neun Monaten im Mutterleib sollte die Mutter für ihr Kind geeignete Maßnahmen ergreifen. Nur so kann das Atopie-Risiko des Kindes gemindert werden. Dies gilt auch in der Stillzeit. Die richtige Vorbereitung auf Neurodermitis in der Schwangerschaft senkt die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung des Kindes um die Hälfte.

In der Zeit der Schwangerschaft und der Stillzeit darf eine werdende Mutter keine strikte Diät halten. Dafür sollte sie aber ausreichend Mineralstoffe und Vitamine zu sich nehmen. Soweit bekannt ist, dass die Mutter Allergikerin ist, kommt eine allergenarme Ernährung in Betracht. Dazu muss unbedingt eine Absprache mit einem Arzt erfolgen. Dadurch kommt es zu einer Verringerung der Allergiebereitschaft des Kindes.

Neurodermitis wird durch hochallergene Nahrungsmitteln verstärkt. Dazu gehören Milch, Eier, Fisch und Haselnüsse. Außerdem sollte auf Soja und Weizen verzichtet werden. Mit Vorsicht zu genießen sind auch Nahrungsmittel mit einem hohen Histamingehalt. Fisch, Rotwein, Sauerkraut und Sauermilchkäse zählen dazu. Weiterhin sollten in der Schwangerschaft und in der Stillzeit Erdbeeren, Tomaten oder Kiwis verbannt werden, denn sie setzen Histamin frei. Alkohol und Nikotin erhöhen ebenfalls das Risiko einer Erkrankung.


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