allergo natur
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Mit Vitamin-Power gegen die Neurodermitis

16. Februar, 2015

Wer unter Neurodermitis oder atopischen Ekzemen leidet, der hat nicht selten eine signifikante Vitamin-Unterfunktion. Wertvolle Antioxidantien fehlen der ohnehin gestörten und übermäßig gestressten Haut, die für eine intakte Hautschutzbarriere wichtig sind. Eine gestörte Hautbarriere erleichtert das Eindringen von Allergenen und den Feuchtigkeitsverlust der Haut. Ein Teufelskreislauf, der zum einen durch eine konsequente Pflege der Haut mit geeigneten Cremes und zum anderen durch eine gezielte, richtige Vitamindosierung durchbrochen werden kann. Wir stellen Ihnen vier Supervitamine zur täglichen sinnvollen Nahrungsergänzung und Verbesserung Ihres Hautaussehens vor.

Vitamin D3 (Cholecalciferol)

SkyVitamin D3, kurz Calciol, kommt im menschlichen Organismus vor und wird durch UVB-Strahlung gebildet. Das Secosteroid (natürliche chemische Verbindung) ist wichtig beim Knochenaufbau und bei der Steuerung des Kalzium-Spiegels. Neue wissenschaftliche Studien amerikanischer und italienischer Wissenschaftler bestätigen die positiven Wirkweisen von kontrollierter oraler Vitamin D3-Supplementation in Verlauf und Schweregrad der Neurodermitis – insbesondere bei leichten Formen von atopischer Dermatitis. Durch seine immunmodulatorischen und entzündungshemmenden Eigenschaften werden Rötung, Juckreiz und Überverhornung gemildert. Cholecalciferol erhöht nachweislich die Bildung wichtiger antimikrobieller Peptide, die bei Neurodermitis stark unterproduziert sind. Die tägliche Zufuhr von Vitamin D3 durch die Ernährung ist nach Vorgabe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung auf 20 Mikrogramm für Erwachsene reglementiert. Größere Mengen an Cholecalciferol kommen vor allem in in fettreichen Fischen, z.B. Lachs, Thunfisch, Hering und Forelle, vor.

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin-ZufuhrWer durch gesunde Frischkost ausreichend Vitamin C zu sich nimmt, der stabilisiert sein Immunsystem und stärkt sein Nervensystem. Ascorbinsäure spielt eine wesentliche Rolle für das Bindegewebe, im Fett- und Kalziumstoffwechsel und bei der Regulierung der Hormonausschüttung von Stress- und Sexualhormonen. Das kraftvolle Antioxidans ist unerlässlich beim Kollagenaufbau der Haut, entwickelt stark entzündungshemmende, porenverfeinernde und hauttonoptimierende Eigenschaften. Darüber hinaus fungiert es als wichtiger Co-Aktivator bei der Bildung der Hautvitamine A und E.

Vor allem Raucher, stressgefährdete Menschen, Neurodermitis-Patienten und Allergiker müssen auf eine ausreichend hohe Vitamin C-Zufuhr achten – mindestens 75 mg täglich. Allerdings wird der Verzehr von Vitamin C-haltigen Zitrusfrüchten nicht von jedem Neurodermitiker vertragen, in diesem Fall können Sie auf Gemüsesorten wie Paprika, Broccoli und Grünkohl zurückgreifen, auch Hagebutten und Sanddornbeeren enthalten große Mengen an Vitamin C. Auch Kosmetikprodukte und Nahrungsergänzungsmittel mit dem Powerantioxidans verbessern die Gesundheit von Haut und Haaren. Lassen Sie sich hier am besten fachkundig beraten, bevor Sie zu einem Nahrungsergänzungspräparat greifen.

Vitamin E (Tocopherol)

Das fettlösliche Vitamin E schützt als effektiver Radikalenfänger Hautzellen vor oxidativem Stress und somit die für Neurodermitis-Patienten so wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Zellmembran. Tocopherol ist ein beliebter Kosmetikwirkstoff und UV-Filter. Er wirkt zudem entzündungs- und schmerzhemmend, schützt die Hautbarriere und regt die Neubildung von Hautzellen an und ist aufgrund seiner positiven Wirkung auf die Haut häufig in Neurodermitis-Cremes enthalten. Ein gut ausbalancierter Vitamin E-Spiegel verbessert die symptomatischen Beschwerden und die Reaktionsfähigkeit auf Gräser-, Pollen- oder Tierhaarallergien. Die tägliche Dosierungsempfehlung von Vitamin E über die Nahrung liegt bei etwa 12 mg.

Olio di olivaVitamin-E in der Nahrung:

  • Pflanzenöle: Weizenkeimöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl
  • Fisch: Makrelen, Lachs oder Hering
  • Gemüse: Paprika, Spinat oder Grünkohl, Schwarzwurzeln
  • Obst: Avocado, Johannisbeeren, Mango

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Pantothensäure ist u. a. an der Neurotransmittersynthese – am Aufbau von Botenstoffen – beteiligt und steuert die Hormon- und Fettsäureausschüttung. In der Aknetherapie findet Vitamin B5 bereits seit längerem Beachtung – aufgrund seiner stark talgregulierenden, regenerativen und wundheilenden Eigenschaften. Eine kontrollierte therapeutische Verabreichung unter systematischem Anstieg der Tagesdosis unterstützt wirkungsvoll die Zellneubildung und Regenerationsfähigkeit geschädigter Haut bei Neurodermitis und Psoriasis. Der tägliche Bedarf an Pantothensäure eines erwachsenen Menschen beträgt etwa sechs bis zehn Milligramm. Gute Quellen für Pantothensäure sind vor allem Leber, Nieren, Hering, Vollkornprodukte, Bierhefe, Eier,  Hülsenfrüchte und Gemüse. Auch in Nüssen (besonders in Pinienkernen) und Milch ist Vitamin B5 enthalten.

Wichtiger Hinweis bei Allergien und Neurodermitis

Allergy - skin prick tests, cute girl in a laboratoryEine ausreichende Versorgung über die Nahrung mit Vitaminen wird wegen der positiven Auswirkungen auf Gesundheit, Haut und  Wohlbefinden empfohlen. Als Neurodermitiker oder Allergiker können Sie jedoch auch unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien leiden (auch Kreuzallergien), manchmal vielleicht ohne dies zu wissen und der gegenteilige Effekt stellt sich ein. Suchen Sie daher am besten einen auf Allergien spezialisierten Arzt und/oder Ernährungsberater auf und lassen Sie testen, ob es Nahrungsmittel gibt, die Sie nicht vertragen, so dass alternative Nahrungsmittel gefunden werden. In vielen Fällen kann auch ein Ernährungstagebuch hilfreich sein.

Weiterführende Informationen und Wissenwertes über Vitamine finden Sie hier

 


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