allergo natur
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Für Milbenallergiker beginnt jetzt die Leidenszeit

29. September, 2015

Mit dem Herbstanfang verabschiedet sich der Sommer nicht nur kalendarisch. Zwar sind die Temperaturen tagsüber noch recht mild, aber die Tage sind schon jetzt spürbar kürzer und die Nächte recht kühl. Die kalte Jahreszeit beginnt. Wir ziehen uns wieder mehr nach Drinnen zurück, hier machen wir es uns gemütlich und wärmen uns auf. Was die meisten unbeschwert genießen können, ist für Milbenallergiker der Anfang einer Leidenszeit. Denn mit dem Aufdrehen der Heizung beginnt wieder die Hochsaison der Milbenallergie.

Milbenallergiker erleben im Herbst einen Beschwerdehöhepunkt

Milbenallergiker leiden im Herbst besondersEin Milbenallergiker hat das ganze Jahr über Allergie-Symptome. Denn anders als Pollenallergene, die den Heuschnupfen-Allergiker nur zu den jeweiligen Blühzeiten im Jahr belasten, sind Milbenallergene nicht saisonal, sondern ganzjährig vorhanden. Dennoch erleben Milbenallergiker im Herbst eine Art Beschwerdehöhepunkt. Und das, obwohl jetzt viele Milben durch die trockene Heizungsluft sogar absterben. Dass die Milbenallergie trotzdem Hochsaison hat, liegt vor allem daran, dass nicht die lebende Milbe selbst, sondern deren Hinterlassenschaften dem Milbenallergiker das Leben schwer machen. Durch die über einen langen Zeitraum gewachsene Milbenpopulation hat sich eine besonders große Menge an Milbenkot angesammelt. Zusätzlich setzen die zerfallenden Körper der toten Milben Unmengen an Allergenen frei. Durch die Heizungsluft werden nun sowohl die Milbenallergene des getrockneten Kots als auch die Überreste der Milben aufgewirbelt und in der Raumluft verteilt. Die Allergenkonzentration erreicht somit einen Höhepunkt und löst beim Milbenallergiker heftige allergische Reaktionen aus, deren Symptome ihn noch viel stärker belasten und beeinträchtigen als in der übrigen Zeit des Jahres.

Was dem Milbenallergiker jetzt hilft

Mother and daughter on bed smiling at cameraErste und wichtigste Maßnahme bei einer Milbenallergie: Den Kontakt mit dem Allergen weitestgehend vermeiden! Milbenallergene sind in höchster Konzentration vor allem im Bett zu finden, so können bis zu 15.000 Milben in nur einem Gramm Matratzenstaub enthalten sein. Die Umhüllung aller Bettsachen mit allergendichten Zwischenbettbezügen, sogenannten Encasings, schafft eine schützende Barriere und schirmt den Milbenallergiker von den krankmachenden Allergenen ab. Begleitend kann bei starken Beschwerden eine kurzfristige medikamentöse Behandlung Linderung verschaffen. Die Einnahme sollte jedoch mit dem Arzt abgestimmt sein und nicht im Rahmen einer Selbstmedikation erfolgen. Zusätzlich sollte der Milbenallergiker für eine Reduktion der Allergenkonzentration im Wohn- und Schlafraum achten. Dafür geeignet sind Maßnahmen, die die Lebensbedingungen für Milben verschlechtern. Des Weiteren tut dem Milbenallergiker alles gut, was das Immunsystem stärkt, z.B. ausgedehnte Herbstspaziergänge, vitaminreiche Nahrung, genügend Schlaf und Erholung.

Übrigens: Encasings sind die erste Therapiemaßnahme bei einer Milbenallergie-Diagnose und werden von den meisten Krankenkassen bei Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung bezuschusst. Wir beraten Sie gern ausführlich und kostenfrei: 0800 – 1888 181

Warum die richtige Behandlung sinnvoll ist

Woman with asthmaJe früher eine Milbenallergie erkannt und behandelt wird, desto besser wird der Milbenallergiker mit seiner Allergie zurechtkommen. Die Beschwerden lindern sich spürbar und die Lebensqualität nimmt wieder zu. Besonders schätzen Betroffene, dass die lästigen Symptome den Schlaf nicht mehr beeinträchtigen und sie sich morgens wieder erholt und leistungsfähig fühlen. Auch der Partner eines Milbenallergikers ist dankbar, denn seine Nachtruhe hat durch die Beschwerden ebenfalls gelitten. Unabhängig davon, dass es dem Milbenallergiker mit der richtigen Behandlung besser geht, leistet er einen wertvollen Beitrag für seine Gesundheit. Eine unbehandelte Milbenallergie kann zu chronischen Erkrankungen führen und durch die den sogenannten Etagenwechsel sogar Asthma auslösen. Das passiert dann, wenn die Entzündung von den oberen in die tiefen Atemwege wandert. Asthma ist nicht heilbar – ein allergisch bedingtes Asthma ist jedoch bei frühzeitiger Behandlung vermeidbar.

Weiterführende Informationen: http://www.mein-allergie-portal.com/allergie-news/allergie-gegen-schimmelpilze/483-hausstaubmilbenallergie-symptome-diagnose-massnahmen.html


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