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Fördern Antibiotika Neurodermitis bei Kleinkindern?

1. August, 2014

Klinische Forschung zu Neurodermitis

Die medizinischen Aspekte und Fragestellungen um Neurodermitis-Erkrankungen sind vielfältig und werden im Rahmen von klinischen Studien hinsichtlich ihrer Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten umfassend untersucht. Dabei stellt insbesondere die Ursachenforschung in Fokus der medizinischen Forschung. Diskutiert wird unter anderem die Frage, inwiefern die Gabe von Antibiotika an Kleinkinder das Erkrankungsrisiko beeinflusst.

Studienergebnisse zum Zusammenhang von Neurodermitis und Antibiotika

Dabei kamen neuere klinische Ursachenforschungen hinsichtlich Neurodermitis-Erkrankungen und Risikofaktoren zu dem Ergebnis, dass eine gesunde Darmflora bei Kindern das Neurodermitis-Risiko deutlich senken kann. Die Studie des Henry Ford’s Department of Biostatistics & Research Epidemiology zeigte, dass sich bei der Gabe von Antibiotika an Kleinkinder und Säuglinge, deren Erkrankungsrisikos für Allergien und Asthma signifikant steigen. Die Ergebnisse der Studie beziehen sich auf eine Anzahl von Probanden an etwa 450 Kindern. Als Ursache der Risikozunahme für Allergien und Asthmaerkrankungen wurden Folgeschäden durch die Antibiotikagabe bei der Darmflora und der Immunabwehr des kindlichen Organismus identifiziert. Besonders gefährdet sind Säuglinge innerhalb der ersten sechs Lebensmonate.

Schlussfolgerungen für die Forschungsdebatte zu Neurodermitis und Antibiotika

Dermatologische AllergologieAnhand dieser Forschungsergebnisse lässt sich schlussfolgern, dass Antibiotika das Risiko für Neurodermitis bei Kleinkindern fördert. Da die Gabe von Antibiotika die Darmflora schädigt, steigt zudem das Risiko für Neurodermitis, da diese Kinder nicht in die Gruppe der Risikoträger gehört, deren Erkrankungsrisiko aufgrund eines gesunden Verdauungs- und Immunsystems minimiert ist. Darüber hinaus besteht auch ein erhöhtes Risiko für Allergien und Asthmaerkrankungen, welche oft in einer Wechselwirkung zu Neurodermitis stehen und eine zusätzliche Belastung für die Kinder darstellen.

Empfehlung für die Antibiotika-Therapie bei Kleinkindern und Säuglingen im Hinblick auf das Neurodermitis-Risiko

Somit sollte die Behandlung mit Antibiotika bei Kleinkindern und insbesondere bei Säuglingen gewissenhaft und nur in notwendigen Fällen erfolgen, wenn andere Therapieformen nicht infrage kommen oder bislang wirkungslos waren. Dadurch könnte das Risiko für Kleinkinder eine Neurodermitis-Erkrankung sowie für Allergien und Asthma zu entwickeln minimiert werden.


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