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Dürfen Kinder mit Neurodermitis Schokolade essen?

4. Dezember, 2015

Schokolade macht das Leben ein wenig süßer, manche meinen sogar, sie mache glücklich. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit ist das Schokoladenangebot riesig: Advendskalender, Weihnachtsmänner, Schokoladenlebkuchen und Dominosteine.  Was aber, wenn die Schokolade allergische Reaktionen auslöst oder das Hautbild bei einer Neurodermitis verschlechtert? Besonders Kinder leiden darunter, wenn sie auf Süßigkeiten und Schokolade verzichten müssen. An Weihnachten, auf Kindergeburtstagen und bei ähnlichen Anlässen fließen schnell mal die Tränen, wenn man nicht ohne Weiteres zugreifen darf wie andere Kinder.

Die Allergene in der Schokolade

Unter den Kindern mit Neurodermitis leidet circa ein Drittel zusätzlich an einer Allergie auf verschiedene Nahrungsstoffe. Handelsübliche Schokolade besteht aus einer Vielzahl an Zutaten oder wird in einer Fabrik produziert, die mit allergieauslösenden Lebensmitteln arbeitet. Nicht der Kakao ist üblicherweise das Problem an der Schokolade. Inhaltsstoffe wie das Eiweiß der Kuhmilch, Gluten, Ei, Nüsse und besonders Erdnüsse, sowie Soja verursachen Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen. Daher ist bei Neurodermitikern das Führen eines Ernährungstagebuchs und eine Allergieabklärung sicherlich ein sinnvoller Schritt. Zusammen mit dem behandelnden Arzt können Entscheidungen über die Meidung einzelner Nahrungsmittel getroffen werden. Bei Kindern ist es wichtig, regelmäßig zu prüfen, ob die Diät weiterhin notwendig ist. Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Allergie mit der Zeit wieder verliert, wenn der Patient das Allergen konsequent gemieden hat.

Neurodermitis und Ernährung

Food DiaryEine strenge Diät bei Kindern mit Neurodermitis ist nicht sinnvoll, sondern birgt die Gefahr eines Nährstoffmangels. Studien haben bislang keine allgemeingültigen Empfehlungen zu diesem Thema hervorgebracht. Erfahrungswerte zeigen, dass Schokolade, auch unabhängig von einem allergischen Geschehen, Trigger eines Neurodermitisschubs sein kann. Dafür verantwortlich sind sogenannte pseudoallergische Reaktionen, unter anderem gegen Konservierungsmittel und Farbstoffe. Auch natürliche und künstliche Aromastoffe, Geschmacksverstärker, Tyramin und Zitronensäure lösen bei Pseudoallergikern nachweislich Hautrötungen und Juckreiz aus. Als zusätzlicher Reizstoff der Haut kann in der Schokolade enthaltenes Histamin wirken, das das Potenzial hat, die Juck-Kratz-Spirale deutlich zu verstärken. Viele von Neurodermitis betroffene Kinder, die sich pseudoallergenfrei und histaminarm ernähren, haben so ein deutlich besseres Hautbild.

Keine Schokolade für Kinder mit Neurodermitis?

Kindern etwas zu verbieten, führt meist zur gegenteiligen Reaktion. Auch wenn die Eltern denken, dass sie ihr Kind zum Wohl seiner empfindlichen Haut frei von Schokolade und Süßigkeiten ernähren, kann der Nachwuchs auf vielen Wegen an die begehrten Naschsachen kommen. Glücklicherweise gibt es spezielle Schokolade ohne Pseudoallergene auf dem Markt, die verlässlich über Inhaltsstoffe aufklärt und auch Kindern mit Neurodermitis das Naschen ermöglicht. Für Lebensmittelallergiker stehen außerdem Schokolade auf Reisbasis oder aus Schafsmilch zur Verfügung. Produkte werden nuss-, ei- und kuhmilchfrei angeboten. Denn auch „gesunde“ Schokolade macht glücklich und Glück wirkt sich besonders positiv auf die Gesundheit der Haut aus. Schokolade für Allergiker gibt es zum Beispiel hier: http://www.schafschoki.de/

Wir wünschen Ihnen allen eine unbeschwerte und gesunde Vorweihnachtszeit!

Ihr Allergo Team


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