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Allergiediagnostik: Hausstaubmilbenallergie sicher erkennen

8. Oktober, 2014

Etwa jeder zehnte Deutsche entwickelt im Laufe seines Lebens eine Hausstaubmilbenallergie. Sie nimmt circa ein Viertel aller auftretenden Allergien ein, womit die Hausstaubmilbe den zweithäufigsten Allergieauslöser darstellt. Die Symptomatik der Hausstaubmilbenallergie ähnelt häufig anderen Allergien, wie beispielsweise dem Heuschnupfen, was eine eindeutige Diagnose erschweren kann. Dennoch existieren etablierte Testverfahren, um die Hausstaubmilbenallergie als solche zu identifizieren.

Anamnese

Arzt in Arztpraxis mit Patient. Gespräch und Beratung.Die Anamnese bildet die erste Stufe der Allergiediagnostik. Hierbei sollte der Allergologe unter anderem erfragen, welche Symptome zu welchen Gelegenheiten auftreten. Beispielsweise spricht eine verstärkte Symptomatik im Frühjahr und Sommer eher für eine Pollenallergie, während eine ganzjährig auftretende Symptomatik – bevorzugt in der Nacht oder am frühen Morgen während der Heizperiode – auf eine Hausstaubmilbenallergie hinweisen kann.

Prick-Test

Um einen bestehenden Verdacht zu erhärten, führt der Allergologe in der Regel einen sogenannten Prick-Test durch. Hierbei werden standardisierte Testlösungen, die unterschiedliche Allergene enthalten, auf den Unterarm getropft. Die Haut wird daraufhin unter den Tropfen eingeritzt. Finden sich nach circa 15 bis 20 Minuten Rötungen oder Schwellungen an den getesteten Hautstellen, ist von einer allergischen Reaktion gegen die jeweilige Substanz auszugehen.

Blutuntersuchung

In einigen Fällen ist eine Blutuntersuchung zur Abklärung empfohlen, z.B. wenn der Pricktest keine eindeutigen Ergebnisse gebracht hat. Auch Patienten, die aus Angst einen Pricktest ablehnen oder wegen einer Hautkrankheit nicht für diese Art der Testung infrage kommen, bietet sich eine Blutuntersuchung an. Je nach Verdachtsdiagnose können unterschiedliche Untersuchungen im Blut erfolgen. Die Bestimmung des Gesamt-IgE gibt einen ersten Aufschluss über eine potentielle allergische Reaktion. Das IgE ist ein Antikörper, welcher physiologisch in deutlich niedrigeren Konzentrationen vorliegt als andere Antikörperklassen. Der Anstieg der IgE-Konzentration kann außerdem Ausdruck einer allergischen Reaktion sein. Allerdings ist das Gesamt-IgE sehr unspezifisch, da es bei unterschiedlichen allergischen und autoimmunen Reaktionen ansteigen kann.

Die Bestimmung des spezifischen IgE hingegen liefert nützliche Hinweise auf das Bestehen einer potentiellen Allergie. Hierbei wird untersucht, ob und in welcher Konzentration spezifische IgE-Antikörper gegen bestimmte Allergene im Blut vorliegen. Das Ergebnis liefert in Kombination mit dem Gesamt-IgE eine Aussage darüber, ob eine Sensibilisierung gegen diese Allergene vorliegt. Die gemessene Konzentration korreliert in der Regel jedoch nur unzureichend mit der Schwere der Symptomatik des Patienten.

Nasaler Expositionstest

Frau mit ErkältungDie letzte Stufe der Allergiediagnostik, insbesondere bei der Hausstaubmilbenallergie, bildet der sogenannte nasale Expositionstest. Dieser gibt Aufschluss darüber, ob eine bestehende Sensibilisierung tatsächlich zu allergischen Symptomen bei dem Betroffenen führt. Nach Begutachtung des Ausgangszustandes der Nasenschleimhäute des Patienten gibt der Allergologe eine Kontrolllösung sowie das vermeintliche Allergen in die Nase ein. Treten im Laufe der folgenden 15 bis 20 Minuten allergische Symptome auf, gilt die Allergie als bestätigt.

Allergie-Risiken frühzeitig erkennen

Der Frage, ob sich Allergie-Risiken frühzeitig erkennen lassen, wurde in der SOLAR II Studie nachgegangen. Ziel der Studie war es, eine bessere und rechtzeitige Prognose zu dem Risiko einer Manifestation einer allergischen Erkrankung abegeben zu können: http://www.allergo-natur.de/allergie-risiken-fruehzeitig-erkennen/


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