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Bettwanzen sind auf dem Vormarsch – Wie Sie sich schützen

22. Januar, 2015

Neben den Hausstaubmilben bevölkern auch immer mehr Bettwanzen unsere Betten. Die Zahl der betroffenen Haushalte hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Die sechsbeinigen, etwa fünf bis neun Millimeter großen Parasiten gehören zur Familie der Plattwanzen und saugen vorzugsweise Menschenblut. Bettwanzen kommen fast überall auf der Welt vor. Die Schädlinge haben sich jedoch innerhalb der letzten Jahre immer mehr ausgebreitet, besonders in Nordamerika hat der Befall mit Bettwanzen so stark zugenommen, dass in den Städten New York und Vancouver die blutsaugenden Parasiten inzwischen als Plage gelten. Aber auch in Europa sind die Plagegeister auf dem Vormarsch, Metropolen wie Paris sind besonders betroffen. Auf Reisen gelangen die Bettwanzen leicht in das Reisegepäck und werden auf diese Weise mit nach Hause gebracht.

Wo kommen Bettwanzen vor?

Die flugunfähigen, lichtscheuen und nachtaktiven Blutsauger sind wegen ihrer parasitischen Lebensweise im Lebensraum von Menschen und Tieren zu finden und werden von Körperwärme, Körpergeruch und Kohlendioxid angezogen. Sie befallen vor allem Menschen und halten sich am liebsten in der Nähe des Schlafplatzes auf, wo sie den potentiellen Wirt regelmäßig antreffen. Sie verstecken sich wie Millionen von Hausstaubmilben auch vorzugsweise in Betten. Hausstaubmilben sind jedoch im Gegensatz zu Bettwanzen keine blutsaugenden Parasiten, sondern ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen Hautschüppchen. Bettwanzen sind allerdings nicht nur in Betten, sondern auch hinter Bildern, in Ritzen und Fugen zu finden und kommen lediglich zur Nahrungsaufnahme aus ihrem Versteck. Wenn sie genügend Nahrung und optimale Temperaturen vorfinden, können Bettwanzen zwischen 9 und 18 Monaten alt werden.

Wie erkennt man einen Befall mit Bettwanzen?

Ein sicheres Anzeichen für den Befall der Wohnung von Bettwanzen sind ihre Kotspuren, die sich als schwarze Punkte beispielsweise auf Tapeten oder Betten zeigen. Da Bettwanzen durch ihre Drüsen Sekrete abgeben, lässt sich der Befall auch am typischen penetrant riechenden, süßlichen Geruch erkennen. Ein anderes Anzeichen sind die Stiche der Bettwanzen selbst, die auf der Haut als winzige blutunterlaufene Pusteln sichtbar werden. Die Stiche treten in der Regel multipel auf und zeigen sich durch eine reihenhafte Anordnung auf unbedeckten Körperstellen, die auch als Wanzenstraße bezeichnet wird. In den meisten Fällen werden Betroffene an der meist geschwollenen und geröteten Einstichstelle von heftigem Juckreiz geplagt. Ein ruhiger Schlaf ist kaum mehr möglich. Der beim Stechen abgesonderte Stoff kann bei besonders empfindlichen Menschen sogar starke allergische Reaktionen hervorrufen. Zwar übertragen Bettwanzen übertragen keine Krankheitserreger, das Aufkratzen der juckenden Bissstellen kann jedoch zu Entzündungen der Haut führen.

Was kann man bei einem Befall von Bettwanzen tun?

Bei Befall müssen die lästigen Parasiten von einem erfahrenen Schädlingsbekämpfer professionell beseitigt werden. Befallende Gegenstände sollten in einem Plastiksack sicher verpackt aus der Wohnung entfernt, Möbel auseinandergebaut und Ritzen mit Silikon gefüllt werden. Oft sind mehrere Behandlungen notwendig, da die Eier von Bettwanzen äußerst widerstandsfähig sind. Da Bettwanzen Frauen Beine eincremenweder extrem niedrige noch besonders hohe Temperaturen vertragen, können kleinere Gegenstände z.B. Bilderrahmen, CDs oder Bücher in Folie verpackt und drei Tage tiefgefroren werden. Eine andere Möglichkeit ist es, die Wanzen mit Temperaturen von 50-60°C zu bekämpfen. Die juckenden Hautstellen können mit einer juckreizstillenden Salbe behandelt werden, in einigen Fällen ist die Einnahme von Antihistaminika zu empfehlen. Ausführlichere Informationen und Unterstützung finden Sie hier: Nähere Informationen und Unterstützung bekommen Sie von der Deutschen Schädlingsbekämpfung.

Mit Encasings den Schlafplatz vor Bettwanzen schützen

Encasings zur MilbenkarenzZur Vorbeugung eines Befalls des Bettes mit Bettwanzen können Encasings als bettwanzenundurchlässige Umhüllung der Matratze eingesetzt werden, da diese das Einnisten von Bettwanzen in die Matratze wirksam verhindern. Immerhin 70 % der in einer befallenden Wohnung vorkommenden Bettwanzen werden auf oder in der Matratze gefunden. Zur Vorbeugung vor Bettwanzen ist es vor allem für Menschen, die sich oft im Ausland insbesondere den USA aufhalten, empfehlenswert, sich Encasings anzuschaffen. Ein zusätzlicher, positiver Nebeneffekt ist, dass Encasings als nicht nur vor Bettwanzen schützen, sondern darüber hinaus auch eine gute Allergiepräventionsmaßnahme darstellen, in dem sie Milben- und Milbenallergene sicher einschließen. Weitere Tipps zur Vorbeugung, insbesondere auf Reisen, können Sie hier nachlesen.

Hinweis für Allergiker:

Bei Verdacht auf Hausstaubmilbenallergie oder bestehender Allergie können Sie sich Encasings von Ihrem Arzt verschreiben lassen, in den meisten Fällen beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten eines Encasings. Im Vordergrund steht dann allerdings die Allergie-Therapie. Encasings gegen Bettwanzen werden jedoch nicht bezuschusst.


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Ein Eintrag im Bettwanzen sind auf dem Vormarsch – Wie Sie sich schützen

  1. Avatar Nicole sagt:

    Falls man sich nicht sicher ist, ob man Bettwanzen eingeschleppt hat, hilft ein zuverlässiger Bettwanzenmonitor, der mit CO2 und Wärme die Bettwanzen anlockt.
    Unter dem Gerät befindet sich eine Klebefläche, worauf die Bettwanzen haften bleiben. Somit hat man einen guten Nachweis. Zum Bekämpfen bzw. als Falle ist ein Bettwanzenmonitor allerdings nicht geeignet. Hier sollten dann die Profis weitermachen.

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