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Asthma Bronchiale – Die unterschätzte Gefahr durch Allergien

4. Mai, 2015

Die Aufklärung über die Ursachen und die Entstehung von Asthma Bronchiale tut not, denn von der unheilbaren Atemwegserkrankung sind inzwischen etwa 5 % der Erwachsenen und bis zu 10% der Kinder betroffen – mit weitreichenden Auswirkungen auf Wohlbefinden, Leistungsvermögen und Lebensqualität. Den richtigen Umgang mit dieser Atemwegserkrankung zu lernen, kann für bereits Betroffene lebensrettend sein. Doch wie kann das Risiko minimiert werden, überhaupt an Asthma zu erkranken? Viele Menschen wissen beispielsweise nicht, dass eine Allergie eine potentielle Asthma-Gefahr mit sich bringt. Da Allergien heute als Volkskrankheit Nummer 1 gelten und weiter auf dem Vormarsch sind, ist anzunehmen, dass auch die Zahl der Asthma-Erkrankungen weiter zunimmt.

Bis zu 80 Prozent der Asthma Bronchiale-Erkrankungen sind allergisch bedingt

Asthma Bronchiale ist eine chronische entzündliche Atemwegserkrankung mit andauernder Überempfindlichkeit gegen Reize, die über eine Verengung der Bronchien zu Anfällen von Luftnot führt. Symptomatisch für Asthma Bronchiale sind ebenfalls Husten sowie pfeifende Atemgeräusche. Es gibt sowohl allergische als auch nicht allergische Asthmaformen. Allergisches Asthma Bronchiale gehört mit Heuschnupfen und Neurodermitis zu den Erkrankungen des atopischen Formenkreises, die durch eine Überreaktion des Immunsystems auf äußere Reize gekennzeichnet sind. Beim allergischen Asthma wird der Asthma-Anfall durch eine allergische Reaktion bei Kontakt mit einem Allergen ausgelöst. Dabei reagieren die Atemwege mit heftiger Abwehr auf eigentlich harmlose Substanzen, die Atmenmuskulatur verkrampft und die Atemwege reagieren mit der Absonderung von zähem Schleim. Mit einem Anteil von ca. 80 Prozent macht das allergisch bedingte Asthma den größten Teil aller Asthma-Erkrankungen aus.

Eine allergische Reaktion kann auf verschiedene Allergene der Atemluft erfolgen:

  • medical 3d illustration - typical dust miteKot von Hausstaubmilben
  • Pollen
  • Tierhaare
  • Schimmelpilze
  • Parfüme/Duftstoffe
  • Nahrungsmittel
  • Vogelfedern
  • chemische Lösungsmittel

Allergien sind der Hauptrisikofaktor für Asthma Bronchiale bei Kindern

Asthma Bronchiale bei KindernDie Erkrankung manifestiert sich oft schon im Kindes-und Jugendalter. Studien belegen, dass etwa ein Drittel der Kinder, die mit dem Schuleintritt unter Heuschnupfen leiden, später ein allergisches Asthma Bronchiale entwickeln. Des Weiteren erkranken etwa durchschnittlich 40 Prozent der unbehandelten Allergiker nach acht Jahren an chronischem Asthma. Ein allergischer Schnupfen ist meist der Beginn einer gefährlichen Entwicklung und kann mit den sogenannten Etagenwechsel auf die Bronchien übergehen. Die Erkrankung dehnt sich dabei von den oberen auf die unteren Atemwege aus und kann zum chronischen Asthma Bronchiale führen. Um den Etagenwechsel und damit einer Asthma-Erkrankung vorzubeugen, sollte eine Allergie frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden.

Prävention von allergischem Asthma Bronchiale

Asthma ist nicht heilbar. Einmal erkrankt, wird der Betroffene mit einer auf ihn abgestimmten lebenslangen Therapie aus Medikamenten, Körpertraining und Atemtechniken lernen, mit seiner Krankheit zu leben – mit dem Ziel, weitestgehend beschwerdefrei und leistungsfähig zu bleiben.

Allergy - skin prick testsDamit es gar nicht erst zum Asthma kommt, ist es wichtig, allergische Symptome ernst zu nehmen und bei Verdacht rechtzeitig den Arzt aufzusuchen. Wenn eine Allergie diagnostiziert wird, ist die Allergenkarenz die erste und wichtigste Therapiemaßnahme. Je weniger der Allergiker mit dem beschwerdeauslösenden Allergen in Kontakt kommt, desto weniger werden Immunsystem und Atemwege provoziert. In manchen Fällen kann vorübergehend eine medikamentöse Therapie helfen, die Beschwerden zu lindern. Zusätzlich zur Karenz kann bei stark allergisch reagierenden Personen zur Behandlung der Allergie und zur Vorbeugung eines Asthma Bronchiale eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) angebracht sein. Hierbei wird versucht, das Immunsystem gegenüber dem Allergen toleranter zu machen, die Allergie Symptome können dadurch abgeschwächt werden.

Beispiele für Allergenkarenz

  • Bei einer Hausstaubmilbenallergie schützen beispielsweise Encasings den Patienten nachts effektiv vor dem Einatmen der krank machenden Milbenallergene. Durch ihre Allergenundurchlässigkeit sind sie zur Milbenallergie-Behandlung und Asthma-Prävention bestens geeignet. Durch weitere, einfach durchzuführende Maßnahmen im Wohnumfeld kann die Allergenbelastung und das Asthma-Risiko durch Hausstaubmilben insgesamt auf ein verträgliches Maß reduziert werden.
  • Bei Heuschnupfen helfen Pollengitter am Fenster und ein Pollenfilter im Auto. Tägliches Haare waschen wird ebenso empfohlen wie das Ausziehen der Kleidung außerhalb des Schlafzimmers, um die Belastung der von draußen mitgebrachten Pollen zu reduzieren.
  • Bei einer Tierhaar-Allergie hilft leider nur, das geliebte Haustier in andere Hände zu geben, um die Gefahr eines Asthma Bronchiale zu vermeiden.

Hilfe und Informationen bei Asthma Bronchiale

Lungendienstinfo

Deutsche Atemwegsliga

Asthmaschulung


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