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Asthma bei Kindern – Mit allergischem Schnupfen fängt es oft an

12. Oktober, 2014

Allergien gehören für viele Familien zum Alltag. Besonders bei Kindern nimmt die Häufigkeit von Heuschnupfen und Hausstaubmilbenallergien stetig zu. Viele Eltern sind der Meinung, bei diesen Erkrankungen reiche eine Therapie der akuten Symptome aus und lassen dabei die Gefahr des sogenannten Etagenwechsels außer Acht. Etagenwechsel nennen Mediziner die Wanderung der allergischen Entzündung aus den oberen Atemwegen in die tiefer liegenden Bronchien. So intensiviert sich das Beschwerdebild und schränkt die Betroffenen in ihrem Alltag weiter ein. Informieren Sie sich, wie Sie Ihre Kinder durch eine rechtzeitige Allergiebehandlung insbesondere vor Bronchial-Asthma schützen können.

Etagenwechsel bei Hausstaubmilbenallergie

3d rendered illustration - dust miteEine Allergie gegen Hausstaubmilben kann einen sehr milden Verlauf zeigen. Schnupfensymptome besonders im Winter zum Beispiel, die durch hygienische Maßnahmen im Schlafbereich in den Griff zu bekommen sind. Studien legen nahe, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen trotzdem schon in diesem Stadium eine Veranlagung für ein allergisches Asthma haben können. Besonders bei Kindern von Allergikern besteht so das genetisch bedingte Risiko eines Etagenwechsels. Weitere ungünstige Faktoren sind wahrscheinlich die passive Inhalation von Nikotin und Frühgeburtlichkeit.

Erste Symptome eines Asthma bronchiale

Die typischen Anzeichen einer Asthma-Erkrankung wie eine pfeifende verlängerte Ausatmung, ein hartnäckiger trockener Husten und Atemnot treten besonders bei Kindern nicht immer auf. Ein beginnender Etagenwechsel macht sich in vielen Fällen lediglich durch eine eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit bemerkbar. Wirkt Ihr Kindergartenkind müde und antriebslos? Ist Ihr Schulkind nicht mehr für den Sportunterricht zu begeistern? Behalten Sie Ihren Nachwuchs im Auge.

Beugen Sie einem Etagenwechsel zum Asthma rechtzeitig vor

Mother and daughter on bed smiling at cameraAls allererste Maßnahme ist eine Allergenkarenz zu empfehlen, die den Kontakt mit dem Allergen möglichst verhindert. Je früher entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, desto geringer ist das Risiko, dass Ihr Kind später an chronischem Asthma erkrankt. Bei bereits auftretenden asthmatischen Symptomen ist die Vermeidung des Allergenkontaktes unverzichtbar, da die Allergene beim Einatmen tief in die Atemwege gelangen und zu erheblichen Reizungen und Hustenanfällen führen. Bei einer Hausstaubmilbenallergie haben sich allergendichte Bezüge zur Umhüllung der Bettsachen bewährt. Unsere Tipps, wie Sie das Kinderzimmer möglichst milbenfrei halten können, um die Allergenbelastung drastisch zu reduzieren, können Sie in diesem Beitrag lesen: http://www.allergo-natur.de/hausstaubmilben-im-kinderzimmer/

Wie die Allergologie zusätzlich helfen kann

Boy and vaccine syringeZusätzlich zur Allergenkarenz bietet die Allergologie in fortgeschrittenen Fällen weitere Möglichkeiten, den Etagenwechsel zu verhindern. Im Rahmen einer Hyposensibilisierungstherapie wird dem betroffenen Patienten das auslösende Allergen in steigender Dosis verabreicht. Dies geschieht entweder per Injektion unter die Haut (subkutan) oder per Gabe unter die Zunge (sublingual). Den größten Erfolg verspricht die Therapie, wenn der Patient möglichst jung ist und nur auf Hausstaubmilben allergisch reagiert. Betrifft die Unverträglichkeit zusätzlich Blütenpollen und Tierhaare, gestaltet sich die Hyposensibilisierung sehr viel schwieriger. Eventuelle Asthma-Symptome sollten höchstens schwach ausgeprägt sein. Eine Hyposensibilisierungstherapie ist nach drei bis vier Jahren abgeschlossen. Je nach Konzept erfolgen die Behandlungen in vierzehntägigen, monatigen oder dreimonatigen Abständen. Geduld und Kooperation sind hier von der gesamten Familie gefordert.

 


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