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Allergien und Schlaf – 5 Tipps für Allergiker

12. Mai, 2016

Erholsamer Schlaf ist wichtig – und zwar auf vielfältige Weise: Nachts erfolgt die Regeneration, die Körperfunktionen werden heruntergefahren, um wieder neue Kraft für den folgenden Tag zu tanken. Wird die Erholung jedoch aufgrund einer Allergie gestört, ist man am nächsten Morgen müde und unkonzentriert. Um wieder für eine tiefe Nachtruhe ohne Schlafstörung oder ohne Schlafapnoe zu sorgen, gilt es, den Auslöser der Allergie abzuklären und gleichzeitig für entsprechende Linderung zu sorgen – wie das funktioniert, erfahren Sie jetzt.

Schlafstörung und Schlafapnoe: Was genau ist das eigentlich?

Um die Ursachen für Schlafstörungen und eine Schlafapnoe zu klären, geht es zuerst einmal darum, die Begriffe und das, was dahintersteckt, zu verstehen – was Ähnliches suggeriert ist nämlich nicht wirklich dasselbe:

  • Unter einer Schlafstörung versteht man eine generelle Beeinträchtigung des Schlafens, die durch verschiedene interne oder externe Ursachen ausgelöst werden kann. Schwierigkeiten beim Einschlafen (=gleich weniger Schlaf pro Nacht) oder Durchschlafstörungen (=weniger Tiefschlaf) führen zu einer verminderten Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen und begünstigen Neuerkrankungen, weil das Immunsystem geschwächt ist.
  • Die Schlafapnoe meint eine atmungsgebundene Schlafstörung. Heißt also: Das Atmen während des Schlafs fällt schwer, weil die Luftzufuhr über die oberen Atemwege verringert ist. Häufige Aussetzer und sogar lange Pausen führen dazu, dass der Körper nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird.

Zwar geht es in beiden Fällen um ein gestörtes Schlafverhalten, die Formen und Ursachen unterscheiden sich jedoch.

Schlafstörungen werden häufig durch Allergien ausgelöst

Allergie und Schlaf

Schlafstörungen können viele Gründe haben, wobei man hier zwischen psychischen und physischen Faktoren unterscheidet. Psychische Faktoren sind beispielsweise Stress, zu den physischen Auslösern gehören Schmerzen oder auch Allergien. Schlafapnoe wird durch eine Verengung der Atemwege ausgelöst, die durch eine starke Erschlaffung der Muskulatur zustande kommt – das Atmen fällt schwer und setzt sogar kurzzeitig komplett aus. Das passiert vor allem im Alter. Allergien sind kein direkter Auslöser, wohl aber ein Verstärker.

Zwei Allergien, die Schlafstörungen am häufigsten auslösen

1. Hausstauballergie

3d rendered illustration - dust miteDie Hausstauballergie ist eine der am weitesten verbreiteten Allergien – fälschlicherweise denken viele Menschen, dass Niesen und Husten durch Staub ausgelöst werden oder auch, dass die Allergie von Daunen verursacht wird. Tatsächlich sind es jedoch sogenannte Hausstaubmilben beziehungsweise deren Ausscheidungen, die eine allergische Reaktion auslösen. Haustaubmilbenallergie wäre in diesem Fall also der passendere Begriff. Da sich Milben vor allem im Bett, der Matratze und dem Bettzeug einnisten, ist die Allergie während des Schlafs besonders stark zu merken.

2. Pollenallergie

Der Pollenflug findet häufig nachts, meist zwischen zwei und drei Uhr morgens statt. Wer mit offenem Fenster und obendrein ohne Pollengitter schläft, der hat die kleinen Partikel überall in der Raumluft, auf der Bettwäsche, im Gesicht und in den Haaren. Eine allergische Reaktion, die den Schlaf stört, ist vorprogrammiert.

Besser schlafen mit diesen 5 einfachen Tipps

Allergien gegen die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe sowie gegen Pollen bemerken wir im Schlaf besonders stark. Allerdings gibt es einige einfache Tipps dem entgegenzuwirken – die besten fünf folgen jetzt:

 1. Staub- und Pollenfänger vermeiden

Alles, was Staub und Pollen anzieht beziehungsweise die Dinge, in denen sich die kleinen Partikel verfangen können, gehören nicht ins Schlafzimmer. Das sind zB unter anderem Teppiche und Haustiere. Zusätzlich sollten die Haare vor dem Schlafengehen gewaschen werden, denn auch hier verfangen sich in der Blühzeit die Pollen.

2. Pollengitter verwenden

Vor allem nachts fliegen die Pollen umher. Wer mit offenem Fenster schläft, sollte deshalb ein Pollengitter einbauen, damit der Blütenstaub draußen bleibt und die Nachtruhe nicht mehr stören kann.

3. Auf die Betthygiene achten

Das Bettklima und die Betthygiene sind für Allergiker ganz entscheidend. Wichtig ist, dass die Matratze trocken und sauber ist – das bedeutet beispielsweise: Die Bettwäsche muss einmal pro Woche gewaschen werden. So entfernen Sie Pollen und Ausscheidungen der Hausstaubmilbe, die beide mitunter starke allergische Reaktionen hervorrufen. Gleichzeitig ist tägliches Lüften der Bettwäsche zu empfehlen, da feuchte Bettwäsche Hausstaubmilben und deren Vermehrung in die Karten spielt.

4. Gegen Milben helfen Allergikerbezüge

Sogenannte Allergikerbezüge (Encasings) werden bei Vorlage eines ärztlichen Bescheinigung von den meisten Krankenkassen bezuschusst. Es handelt sich hierbei um einen Überzug, der es Milben unmöglich macht, in den Stoff einzudringen – allergische Reaktionen bleiben aus. Der Bezug muss natürlich regelmäßig gewaschen werden. Übrigens: Häufig hört man, dass Daunen für Allergiker nicht geeignet sind – dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Die Hülle hochwertiger Daunenbettdecken und Kissen ist extrem eng gewebt, damit die Daunen nicht austreten können. Gleichzeitig können jedoch keine Milben eindringen. Bei Daunen gilt also: Die Allergie wird (in den meisten Fällen) nicht durch die Daunen, sondern durch Milben ausgelöst. Eine Daunenbettdecke ist somit für Allergiker genauso gut – wenn nicht sogar besser – geeignet.

5. Für perfekte Raumluft sorgen

Die Umgebungsluft im Schlafzimmer ist entscheidend, um Allergien zu lindern. Idealerweise wird bei einer Temperatur von 18 Grad geschlafen – vor allem bei Pollenflug sollten Sie gegen 20 Uhr  für wenige Minuten stoßlüften, um für frische Luft zu sorgen. Danach das Fenster jedoch rasch wieder schließen, damit die Pollen draußen bleiben (ein Pollengitter ist natürlich noch besser). Während das Bett bzw. die Matratze trocken sein müssen, darf die Luftfeuchtigkeit ruhig ein wenig höher sein – 50 bis 55 Prozent Luftfeuchtigkeit sind ideal. Ein Geheimtipp: Einige Hölzer sorgen aufgrund ihrer enthaltenen Öle für ein besseres und angenehmeres Raumklima – vor allem Zirbenholz werden diese positiven Eigenschaften zugeschrieben und mittlerweile sogar durch eine klinische Studie bestätigt.

Fazit

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Allergien können den Schlaf stark beeinträchtigen und zu Schlafstörungen führen oder eine Schlafapnoe verstärken – um das zu vermeiden, helfen die oben genannten Tipps, die schnell und einfach umzusetzen sind.

Die Folge: ein besserer Schlaf und mehr Leistungsfähigkeit am darauffolgenden Tag.

Weiterführende Informationen und Beratung zu gesundem Schlaf in Zirbenholz-Möbeln unter https://www.lamodula.de/

 

 


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